Realschule plus

Mit der Realschule plus aufsteigen  

In der Orientierungsstufe wird in der Realschule plus nach der gleichen Stundentafel wie im Gymnasium unterrichtet. Dies stärkt die Durchlässigkeit zwischen den Schularten und damit die Aufstiegsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler.

In der kooperativen Realschule plus werden die Kinder nach der gemeinsamen Orientierungsstufe in zwei unterschiedlichen Bildungsgängen unterrichtet. Nach jedem Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit (je nach Notenbild) den Zweig zu wechseln.

Neue Perspektiven bieten sich mit der Einführung der neuen Schulart auch denjenigen, die die Schule bislang ohne einen Abschluss verlassen mussten. Um die Zahl der Schulabbrecher weiter zu senken, bietet die Realschule plus neue Maßnahmen wie berufsvorbereitende Projekte und den Ausbau des Wahlpflichtbereiches.

Die Schullaufbahn und der erreichbare Schulabschluss werden mit der Realschule plus möglichst lange offen gehalten. Dadurch verbessert sich für jeden Einzelnen die Aufstiegsmöglichkeit zu einem höheren Abschluss.

An allen Realschulen plus wird die Zahl der Schüler in der Orientierungsstufe auf 25 Kinder pro Klasse gesenkt. Die Lehrkräfte können so in ihren Klassen sowohl auf Lernstärkere als auch auf Lernschwächere und deren individuelle Bedürfnisse eingehen.

Der neuen Realschule plus werden deutlich mehr Lehrstunden zugewiesen als der bisherigen Realschule. Dies schließt sowohl den Pflichtstundenbereich als auch Fördermaßnahmen mit ein. Darüber hinaus können die Schulen zusätzliche Stunden beantragen, um eigene Förderkonzepte umzusetzen. Dafür stehen deutlich mehr Lehrer-Wochenstunden auf Dauer zur Verfügung. Die zusätzlichen Stunden bieten die Möglichkeit, Leistungsstarke und Leistungsschwache zu unterstützen. Für die Sprachförderung, insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund, steht darüber hinaus ein Kontingent von 3500 Stunden im Jahr zur Verfügung.